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Mein Warum

Mit anderen in 

Beziehung treten in der 

Auseinandersetzung

mit den Themen

Resonanz und

Weltbeziehung. 

Der Sinn und Zweck meiner Kunst sind zunächst tatsächlich meinem eigenen Bedürfnis, kreative mit Anderen in Beziehung zu treten, gerecht zu werden. Ich habe in meinem Leben das Glück gehabt, mich in sehr vielfältiger Weise künstlerisch betätigen zu dürfen. Ohne hier eine Gleichgewichtung vorgeben zu wollen, so hatte ich die Chance Erfahrung mit Skulptur, Performance, Architektur, Fotografie, Kinofilm, Ton und Musik, und Texten auszuprobieren. Nach Jahren weg von der Malerei hat diese nun einen vorrangigen Stellenwert für mich als Ausdrucksmittel eingenommen. Es ist eine Art der Auseinandersetzung mit den Themen Resonanz und Weltbeziehung, die mich seit meiner Jugend umtreiben.

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CREDO

„Das Leben ist am kostbarsten,
wenn resonant, resonant mit
dem ganz Anderen.“

Mein Lebenselixier

Die Suche nach Resonanz ist Motivation und Motiv.

Kreativ zu besprechen habe ich die Entwicklung meiner Weltbeziehung, auch über mich hinaus, mit den Menschen mit denen ich im engeren Sinne verbunden bin, bis hin zu denen mit den ich über soziale Medien rund um den Globus in Kontakt stehe. Ich versuche dass was in mir Resonanz findet zum Ausdruck zu bringen und hoffe dass Andere mit Resonanz drauf reagieren. Auch wenn diese Resonanz unverfügbar bleibt (wie H. Rosa sagt bleiben muss), freue ich mich, wenn es gelingt. Das ist mein Lebenselixier.

Auch wenn ich in meinen Portraits und Gesichter-Kompositionen nur Nahaufnahme wiedergebe so beschäftigt mich was dahinter liegt: die Person und deren Weltbeziehung oder bei Gesichter-Kompositionen die Beziehungsbrüchigkeit und das Fehlen von Resonanz. Meine persönliche Suche nach Resonanz und Weltbeziehung ereignet sich auch in meiner Kunst und zwar in einem doppelten Sinne, als Motivation und als Motiv.

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CHANCE

„Wir alle sind Multitalente.
Das können wir zeigen,
wenn wir dazu die Chance bekommen oder sie ergreifen. ... 

Meine Motivation

Hoffnung auf Fortschritt und mein Beitrag dass sich dieser ereignen

kann.

Ich hoffe auf Fortschritt, nicht im Sinne von Technik, sondern von dem Offenbarwerden des Besseren. Wie der Soziologe Hartmut Rosa sehe ich dieses Bessere in einer Verstärkung der Resonanz. Wir können uns anrühren lassen, wir können auf den Anderen zugehen und in Wechselwirkung treten, wir erleben, wie dies zu einer Transformation führt.
 

Auch der Aspekt der Unverfügbarkeit, den Rosa nennt, erlebe ich. Sich in eine Resonanz-Haltung zu bringen bedeutet auch zu akzeptieren, dass Resonanzerfahrung unverfügbar bleibt. Im Aushalten dieser Unverfügbarkeit entsteht erst der notwendige Natalitätsraum für das Angerührt werden und das Neue. In alldem kann ich und will ich den ersten Schritt tun, als Mensch und als Künstler. Dabei erfahre ich ein mehr an Resonanz und eine Verbesserung der Weltbeziehung. Dass sich dieser Fortschritt ereignen kann, motiviert mich immer aufs Neue und inspiriert mich.

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WAHRHEIT

"Wir müssen akzeptieren, dass die Wahrheit unverfügbar bleibt bis
ans Ende der Zeit."

Fragen zu meiner Arbeit

Mein "Was" und "Wie"

Was mich zur Auswahl von denen die porträtiere bringt hat verschiedene Beweggründen. Dazu gehört auch Recherche z.B. im Internet. Normalerweise setzt dann eine Skizzierung der Komposition in Photoshop ein.
 

Zur Farbe mache ich mir im Vorfeld keine Gedanken, außer dass ich meine neonfarbende Palette anwenden werde.  Erst wenn ich überzeugt bin, eine zufriedenstellende Komposition gefunden zu haben, beginne ich mit dem nächsten Schritt und bringe die Acylfarbe auf Papier oder Leinwand.
 

Zumeist arbeite ich dann an 10 oder mehr Werken gleichzeitig. Jeder Farbauftrag ist einzeln und erst, wenn diese getrocknet ist, beginne ich mit der nächsten Farbe. Dadurch entstehen viele Schichten. Die verschiedenen Grade an Deckkraft sind wesentlich für die Darstellung. Teilweise setze ich auch ein Gel ein, um die Farben in einen Mayonnaise-artigen Zustand zu bringen. 90% der Farbe trage ich meist kraftvoll  mit dem Malmesser auf. Dabei nutze ich mir das kakofonische Ungenaue, was dadurch immer entsteht, für die Gestaltung.

Teil meiner Geschichte

1976

Ein erstes „Studium“ der Kunstgeschichte im Kunstleistungskurs

Bunt ist das Adjektiv, was meine Laufbahn wohl am besten beschreibt. Kunst spielte darin immer eine Rolle. Dies begann mit einer Jugendzeit, die durch regelmäßigen Museumsbesuchen geprägt wurde, einem Kunstschaffensdrang, der auch ausgelebt werden durfte, bis zum Kunstleistungskurs und damit auch einem ersten „Studium“ der Kunstgeschichte (vor allem vom Impressionismus bis zur zeitgenössischen Kunst der 70-iger Jahre). In dieser Zeit übernahm ich die Überzeugung, dass man sich vom figürlichen abwenden sollte und dass, wenn überhaupt eine Leinwand in Betracht kam, nur abstrakte Kompositionen gerechtfertigt werden konnten. Jackson Pollocks Interesse am Prozess war dabei besonders prägend für mich. Es war eine Zeit, wo ich das Kunstschaffen von Josef Beuys und Nam June Paik auf der Documenta erlebte. In diesem Kontext begann ich mich für Film und Animation zu interessieren.

1981

Studium Film und Fernsehen Produktion in den USA

Das führte 1981 zum Studium von Film und Fernsehen-Produktion in San Antonio, Texas, ursprünglich mit dem Ziel mich auf Regie zu spezialisieren. Während dieses Studiums belegte ich auch eine Reihe von Kunstkursen und lernte viele der handwerklichen Techniken, die mir heute noch dienlich sind.

1985

Filmstudium in Chicago im Masterstudiengang

Als ich 1985 mein Filmstudium in Chicago in einem Masterstudiengang fortsetze, war einer meiner Professoren Dan Sandin, der mit Larry Cuba die ersten VFX Animation für die Star Wars Filme gemacht hat. Von ihm lernte ich das Programmieren von rudimentären Computer-Animationen. Sandin war auch Co-Direktor des Electronic Visualization Laboratory in den USA. Dort zeigte mir Sandin den Fairlight CVI, einer der ersten kommerziell erhältlichen digitalen Sampler und Sequenzer für Video. Das brachte mich auf eine Geschäftsidee für ein Start-up, was ich mit Take1-Video Productions Inc. in Downtown Chicago umgesetzt habe.

1992

Rückkehr nach Deutschland

Damit begann eine Serie von unternehmerischen Aktivitäten, welche mich 1992 zurück nach Deutschland brachten. 

2006

VFX Producer, Pictorion das Werk  
Geschäftsführer, Ruhr Sound Studios

Erst 14 Jahren später (2006) tat sich eine Gelegenheit auf wieder in das Filmgeschäft einzusteigen und ich wurde VFX Producer bei Pictorion das Werk in Köln für einen international produzierten Kinofilm. Zu meinen Aufgaben gehörten auch die Begleitung der Digital Intermediate Arbeiten in Vancouver für den selbigen Film, sowie die Geschäftsführung der Ruhr Sound Studios in Dortmund. Aber auch diese Rückkehr zur (Film-) Kunst war nur von kurzer Dauer.

2008

Erneuerbare Energien Entwickler für Projekte und Partnerschaften

Bereits nach 2 Jahren begann eine neue Serie von Unternehmensgründungen mit geschäftsführenden Verantwortlichkeiten. In dieser Zeit wuchs persönlich wie beruflich die Überzeugung der Dringlichkeit der Klimakrise entgegenzuwirken. Der Quereinstieg in dieses Thema begann, sozusagen aus dem Stand, mit der Entwicklung von Partnerschaften und Projekten für große Windfarm- und Fotovoltaik-Anlagen in den USA, Kanada, Spanien und Italien.

Meine unternehmerischen Tätigkeiten seit dem Studium waren immer von sehr hoher Intensität gezeichnet. Nebst familiärer Verantwortung blieb für persönliches Kunstschaffen kaum Zeit.

2015

Rückkehr zur Malerei nebst hauptberuflicher Arbeit im Bereich Erneuerbare Energie und Wasserstoff-Projekte

Das änderte sich erst, als ich 2015 begann für einen alten Freund in der Schweiz ein größeres Triptychon zu malen (3 m x 1 m). Damit diese Arbeit in angemessener Zeit erledigt werden konnte, begann ich in meinem Haus ein Studio einzurichten. Diese Arbeit wurde zum Startpunkt meines intensiven künstlerischen Schaffens in der Malerei bis heute. Ich hatte zwar über die Jahre immer wieder Bilder gemalt, aber es war bei vereinzelten Werken geblieben. Nebst meiner beruflichen Vollzeittätigkeiten im Zusammenhang mit Erneuerbarer Energie und grünem Wasserstoff, begann ich nun täglich mehrere Stunden zu malen. Allein im letzten Jahre konnte ich über 120 Werke vollenden.

Zu erzählen wäre noch, wie es zum Malen der Porträts und Gesichter-Kompositionen kam. Der Wegfall der selbst auferlegten Tabuisierung von figürlichem Malen ergab sich für mich durch die Porträts von Francois Nielly. In Galerien in Süd-Frankreich sah ich ihre Werke und war überwältigt von der Kraft dieser „Nahaufnahmen“ in Neonfarben. Sie inspiriert mich bis heute. Für mich war es die Entdeckung, dass das figürlich, dieser Porträts, für sich stand auf Leinwand, unnachahmlich, mit anderen Medien und eigenständig als Ausdrucksmittel. Vor allem Niellys Gebrauch einer schrillen Farbpalette (die mir ebenso tabuisiert galt) ergab sich für mich die Möglichkeit (figürliche) Realität über das natürliche oder naturgetreue hinaus darzustellen und zu verarbeiten.

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